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Zeugenbeistand

Als Zeuge haben Sie das in der Strafprozessordnung (StPO) festgeschriebene Recht, einen Rechtsanwalt als Zeugenbeistand zu Ihrer Vernehmung hinzuzuziehen.

Dies empfiehlt sich insbesondere, wenn Sie bei einer wahrheitsgemäßen Aussage sich selbst oder einen Angehörigen einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit bezichtigen könnten. Die reine Möglichkeit der Strafverfolgung reicht zur Ausübung des Auskunftsverweigerungsrechts aus. Es dürfen daher aus dem Umstand, dass Sie sich auf das Auskunftsverweigerungsrecht berufen, keine negativen Rückschlüsse für Sie gezogen werden. Oftmals besteht zwischen Gericht und Zeugen Streit über den Umfang des Auskunftsverweigerungsrechts. Gerade dann kann Ihnen ein versierter Strafverteidiger ungemein bei der Durchsetzung Ihrer Rechte helfen. So wird er z. B. schon im Vorwege Akteneinsicht in die Verfahrensakten nehmen, um Sie über den Umfang Ihres Auskunftsverweigerungsrechts fundiert zu beraten.

Auch in anderen Fällen berät ein guter Zeugenbeistand Sie umfassend, unterstützt Sie z. B. bei der Abfassung einer schriftlichen Zeugenaussage im Vorverfahren oder bei einer Entschuldigung für die Nichtwahrnehmung eines Termins, berät Sie über Vernehmungsmethoden und zu erwartende Fragen und gibt Ihnen Hinweise für ein zweckmäßiges Verhalten bei der Vernehmung.

Ihrem Zeugenbeistand steht ein Anwesenheitsrecht während Ihrer gesamten Vernehmung zu, auch wenn diese in einem nicht öffentlichen Verfahren erfolgt.

Wenn Sie zugleich Opfer der Straftat sind, gehen Ihre Rechte über die eines „einfachen" Zeugen hinaus. Weiterführende Informationen für Opferzeugen sind hier hinterlegt.

In diesen und anderen strafrechtlichen Fragen bin ich als Fachanwältin für Strafrecht Ihre Ansprechpartnerin (Kontakt).