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Fachanwalt für Strafrecht

 

Was unterscheidet einen „Fachanwalt für Strafrecht" von anderen Rechtsanwälten im Strafrecht?

Die Bezeichnung „Fachanwalt für Strafrecht" ist gesetzlich geschützt - im Gegensatz zur häufig vorkommenden Benennung von Interessen- oder Tätigkeitsschwerpunkten durch Rechtsanwälte.

Nachweis überdurchschnittlicher Kenntnisse im Strafrecht

Als Fachanwälte dürfen sich ausschließlich Rechtsanwälte bezeichnen, die gegenüber der Rechtsanwaltskammer den Erwerb besonderer theoretischer Kenntnisse und praktischer Erfahrungen nachgewiesen haben, die erheblich das Maß dessen übersteigen, was üblicherweise durch die Berufsausübung vermittelt wird.

So lautet § 2 der Fachanwaltsordnung (FAO):

(1) Für die Verleihung einer Fachanwaltschaftsbezeichnung hat der Antragsteller nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen besondere theoretische Kenntnisse und besondere praktische Erfahrungen nachzuweisen.

(2) Besondere theoretische Kenntnisse und besondere praktische Erfahrungen liegen vor, wenn diese auf dem Fachgebiet erheblich das Maß dessen übersteigen, das üblicherweise durch die berufliche Ausbildung und praktische Erfahrung im Beruf vermittelt wird.

(3) Die besonderen theoretischen Kenntnisse müssen die verfassungs- und europarechtlichen Bezüge des Fachgebiets umfassen.

Die überdurchschnittlichen theoretischen Kenntnisse muss der Fachanwalt durch Teilnahme an einem mindestens 120-stündigen Fachanwaltslehrgang und das Schreiben und Bestehen mehrerer Klausuren im Strafrecht und Strafprozessrecht nachweisen. Soweit manche Rechtsanwälte mit der erfolgreichen Absolvierung des Fachanwaltskurses Strafrecht werben, sagt dies danach nichts über ihre berufliche Erfahrung in der praktischen Anwendung des Erlernten aus.

Ein Fachanwalt für Strafrecht muss hingegen auch den Erwerb überdurchschnittlicher praktischer Kenntnisse nachgewiesen haben durch eine mehrjährige Tätigkeit als Rechtsanwalt, die eigenverantwortliche Bearbeitung einer Vielzahl von Strafrechtsfällen sowie das Verhandeln einer Mindestzahl von Hauptverhandlungstagen vor Strafgerichten verschiedener Ordnung (Amtsgericht und Landgericht).

Qualitätssicherung

Um die besondere Qualität, die mit dem Führen des Titels „Fachanwalt für Strafrecht" verbunden ist, dauerhaft sicherzustellen, ist jeder Fachanwalt verpflichtet, jährlich auf seinem Gebiet wissenschaftliche Arbeiten zu veröffentlichen und/oder regelmäßig an Fachfortbildungen teilzunehmen dies der Rechtsanwaltskammer nachzuweisen. Erfolgt dieser Nachweis nicht, wird dem Rechtsanwalt die Führung der Bezeichnung „Fachanwalt für Strafrecht" versagt.

Wenden Sie sich also mit Ihrem strafrechtlichen Anliegen gezielt an einen Fachanwalt oder eine Fachanwältin für Strafrecht. Nur so stellen Sie sicher, nicht einen Berufsanfänger, sondern einen Anwalt mit besonderer Erfahrung in diesem Bereich zu beauftragen.

Rechtsanwältin Patricia Ott ist von der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer Hamburg aufgrund ihrer nachgewiesenen überdurchschnittlichen theoretischen und praktischen Kenntnisse im Strafrecht und Strafprozessrecht die Erlaubnis zum Führen der Bezeichnung „Fachanwältin für Strafrecht" erteilt worden.